1. Zuerst die konkrete Aussage
Wir bewerten keine unscharfen Schlagwörter. Wir formulieren eine überprüfbare Aussage: Für wen gilt sie, welche Handlung ist gemeint, welcher Nutzen wird erwartet und welche Risiken oder Ausnahmen bestehen?
2. Quellenhierarchie statt Schlagzeilen
Aktuelle Leitlinien, systematische Reviews, Meta-Analysen und Veröffentlichungen anerkannter Gesundheitsbehörden stehen im Vordergrund. Einzelstudien können Hinweise liefern, tragen aber normalerweise keine allgemeine Empfehlung allein.
- Bevorzugt: Leitlinien, systematische Reviews, hochwertige Meta-Analysen und Behördenberichte.
- Ergänzend: grosse randomisierte Studien, robuste Kohortenstudien und Konsenspapiere.
- Nur als Hinweis: kleine Einzelstudien, Tier- und Zellstudien, narrative Reviews und Expertenmeinungen.
3. Direkte Belege
Zentrale, quantitative oder kontroverse Aussagen werden direkt mit den Quellen verbunden, die sie tragen sollen.
4. Fünf Evidenzstufen
- Gut belegt: Stabile Evidenz und breiter fachlicher Konsens.
- Wahrscheinlich: Gute Hinweise mit relevanten Unsicherheiten.
- Unklar: Die Datenlage ist widersprüchlich oder unzureichend.
- Nicht belegt: Belastbare Evidenz stützt die Behauptung nicht.
- Widerlegt: Gute Evidenz spricht gegen die Behauptung.
5. Der 80/20-Filter
Wir priorisieren Massnahmen nach erwartbarem Nutzen, Alltagstauglichkeit, Risiko, Kosten und zusätzlichem Aufwand. Das Ergebnis wird als Minimum, Gut, Mehr und Nicht nötig dargestellt.
6. Vorsichtige Sprache
Zusammenhang ist nicht automatisch Ursache. Statistische Signifikanz ist nicht automatisch praktisch wichtig. Keine ausreichenden Belege ist nicht dasselbe wie widerlegt.
7. Aktualität und Korrektur
Jede Inhaltsseite trägt einen Quellenstand und eine geplante nächste Prüfung. Korrekturhinweise können über die dafür vorgesehene Seite eingereicht werden.
8. Keine medizinische Fachprüfung
Die Inhalte werden redaktionell anhand veröffentlichter Quellen erstellt, aber nicht routinemässig durch medizinisches Fachpersonal geprüft.